Lesezeit : 3 Minuten , Dietrichs V.26
Die Beschriftung von Fenstern und Türen gehört zu den kleinen, aber entscheidenden Details in der Bauplanung. Sie sorgt dafür, dass alle Beteiligten – vom Entwurf über die Ausschreibung bis zur Ausführung – dieselben Informationen nutzen und Bauteile eindeutig zugeordnet werden können.
In diesem Beitrag stelle ich verschiedene Möglichkeiten vor, wie Fenster und Türen im Grundriss sinnvoll beschriftet werden können

🔍 Woher kommen die Informationen für die Beschriftungen?
Die Informationen, die in einem Grundriss erscheinen, stammen direkt aus dem jeweiligen Fenster und Kombielement.
Alles, was dort eingetragen ist – Maße, Typen, Identnummern – kann automatisch in der Zeichnung angezeigt werden.

Layer
Die Beschriftungen liegen in der Regel auf einem eigenen Layer – Öffnungsbeschriftung“ –
Vorteil: Die Beschriftungen liegen auf steuerbaren Layern, die ein- und ausgeblendet werden können.

Alles eine Frage der Darstellung
Auch die Darstellung beeinflusst, wie gut die Beschriftung ist, und welcher Informationsgehalt gezeigt wird, und kann entsprechend fein eingestellt werden.

Tipp: Hier kann zum Beispiel auch der Öffnungswinkel zur Darstellung geändert werden

Zusatzbeschriftungen und wie man Sie richtig nutzt
Die automatische Beschriftung enthält jede Menge praktische Informationen. Sie muss aktiviert sein, um Sie am Bildschirm sehen zu können. Die Einstellung verfügt über Variable, die aus dem Fenster / KOL gezogen werden.
Fensterbeschriftungen (z.B. Typ, Einbaurollladen) können somit im Grundrissplan individuell angepasst werden.
Nachfolgend ein Beispiel für die Beschriftung einer Tür:

Die Beschriftung kann im Kombielement beliebig aktiviert werden. Auch die Art der Verschattung kann hier sichtbar gemacht werden.

Die Fenster Bezeichnung – in unserem Beispiel Hebe-Schiebe-Türe – kann hier manuell eingetragen werden.

Bemaßung und Beschriftung
Voraussetzung, dass die Textfeldbeschriftungen angezeigt werden, sind die oben erwähnten Variablen. Sie finden sich in der jeweiligen Einstellung der Bemaßung und Beschriftung, und müssen dort eingetragen sein.
Hier ein kleiner Tipp: Wichtig ist die korrekte Zeichensetzung und Klammeranordnung, wie sie im folgenden Beispiel zu sehen ist.


3 -D Beschriftung
Tipp: Du kannst auch die 3-D-Beschriftung verwenden, um praktische Bauteilinformationen für eine 3D-Ansicht zu visualisieren. Diese findest du in der Freien Konstruktion unter „4 – Hilfsgeometrie 02- 3D-Beschriftung“. Sie können ebenfalls mit Variablen beschrieben werden, und erhöhen somit die Arbeitsgeschwindigkeit.

Kombielemente – Öffnungsstempel
Für die Beschriftung von Fenstern und Türen macht die ÖNORM spezielle Vorgaben. Diese können über die Öffnungsbeschriftung der automatischen Bemaßung und Beschriftung in Grundansichten nur eingeschränkt abgebildet werden. Wird von Behörden eine Beschriftung nach ÖNORM zwingend gefordert, kann dazu nun ersatzweise das Kombielement ‚Öffnungsstempel‘ verwendet werden.


Fazit: Dietrichs CAD ermöglicht eine detaillierte und anpassbare Beschriftung von Fenstern und Türen in Grundrissen, Plänen, und 3D-Ansichten.
Die Beschriftungslogik ist flexibel, automatisierbar und sauber in den Planungsworkflow eingebettet.
